Українська та зарубіжна поезія

Вірші на українській мові







Schaut, welch ein Wunder stellt sich dar

Schaut, welch ein Wunder stellt sich dar!
die schwarze Nacht wird hell und klar;
ein grobes Licht bricht dort herein,
ihm weichet aller Sterne Schein.

Es ist ein rechtes Wunderlicht
und gar die alte Sonne nicht,
weils wider die Natur die Nacht
zu einem hellen Tage macht.
O schauet hin! Des Himmels Heer,
das bringt uns jetzt die Freudenmar,
wie sich nunmehr hab eingestellt
zu Bethlehem das Heil der Welt.

O Gutigkeit! Was lange Jahr
sich hat der frommen Vater Schar
gewunscht und sehnlich oft begehrt,
des werden wir von Gott gewahrt.

Schaut hin! Dort liegt im finstern Stall,
des Herrschaft gehet uberall.
Das Wort, so bald im Anfang war
bei Gott, selbst Gott, das lieget dar.

Dies ist die rechte Freudenzeit,
weg Trauern, weg, weg alles Leid!
Trotz dem, der ferner uns verhohnt!
Gott selbst ist Mensch, wir sind versohnt.

Es hat mit uns nun keine Not,
weil Sunde, Teufel, Holl und Tod
zu Spott und Schanden sind gemacht
in dieser groben Wundernacht.

O selig, selig alle Welt,
die sich an dieses Kindlein halt!
Wohl dem, der dieses recht erkennt
und glaubig seinen Heiland nennt.

Es danke Gott, wer danken kann,
der unser nimmt so hoch sich an
und sendet uaus des Himmels Thron
uns, seinen Feinden, seinen Sohn.

Drum stimmt an mit der Engel Heer:
Gott in der Hohe nun sei Ehr,
auf Erden Frieden jederzeit
den Menschen Wonn und Frohlichkeit.

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (1 votes, average: 5,00 out of 5)


Schaut, welch ein Wunder stellt sich dar - PAUL GERHARDT