Українська та зарубіжна поезія

Вірші на українській мові







Prometheus

Bedecke deinen Himmel, Zeus,
Mit Wolkendunst!
Und ube, Knaben gleich,
Der Disteln kopft,
An Eichen dich und Bergeshoh’n!
Mubt mir meine Erde
Doch lassen steh’n,
Und meine Hutte,
Die du nicht gebaut,
Und meinen Herd,
Um dessen Glut
Du mich beneidest.

Ich kenne nichts Ärmeres
Unter der Sonn’ als euch Gotter!
Ihr nahret kummerlich
Von Opfersteuern
Und Gebetshauch
Eure Majestat
Und darbtet, waren
Nicht Kinder und Bettler
Hoffnungsvolle Toren.

Da ich ein Kind war,
Nicht wubte, wo aus, wo ein,
Kehrt’ ich mein verirrtes Auge
Zur Sonne, als wenn druber war
Ein Ohr zu horen meine Klage,
Ein Herz wie meins,
Sich des Bedrangten zu erbarmen.

Wer half mir
Wider der Titanen Übermut?
Wer rettete vom Tode mich,
Von Sklaverei?
Hast du’s nicht alles selbst vollendet,
Heilig gluhend Herz?
Und gluhtest, jung und gut,
Betrogen, Rettungsdank
Dem Schlafenden dadroben?

Ich dich ehren? Wofur?
Hast du die Schmerzen gelindert
Je des Beladenen?
Hast du die Tranen gestillet
Je des Geangsteten?
Hat nicht mich zum Manne geschmiedet
Die allmachtige Zeit
Und das ewige Schicksal,
Meine Herren und deine?

Wahntest du etwa,
Ich sollte das Leben hassen,
In Wusten fliehn,
Weil nicht alle Knabenmorgen-
Blutentraume reiften?

Hier sitz’ ich, forme Menschen
Nach meinem Bilde,
Ein Geschlecht, das mir gleich sei,
Zu leiden, weinen,
Genieben und zu freuen sich,
Und dein nicht zu achten,
Wie ich!

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Prometheus - JOHANN WOLFGANG VON GOETHE