Українська та зарубіжна поезія

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An einen Fruhverstorbenen

O, der schwarze Engel, der leise aus dem Innern des Baums trat,
Da wir sanfte Gespielen am Abend waren,
Am Rand des blanlichen Brunnens.
Ruhig war unser Schritt, die runden Augen in der braunen Kuhle des Herbstes,
O, die purpurne Sube der Sterne.

Jener aber ging die steinernen Stufen des Monchsbergs hinab,
Ein blaues Lacheln im Antlitz und seltsam verpuppt
In seine stillere Kindheit und starb;
Und im Garten blieb das silberne Antlitz des Freundes zuruck,
Lauschend im Laub oder im alten Gestein.

Seele sang den Tod, die grune Verwesung des Fleisches
Und es war das Rauschen des Walds,
Die inbrunstige Klage des Wildes.
Immer klangen von dammernden Turmen die blauen Glocken des Abends.

Stunde kam, da jener die Schatten in purpurner Sonne sah,
Die Schatten der Fanlnis in kahlem Geast;
Abend, da an dammernder Mauer die Amsel sang,
Der Geist des Fruhverstorbenen stille im Zimmer erschien.

O, das Blut, das aus der Kehle des Tonenden rinnt,
Blaue Blume; o die feurige Trane
Geweint in die Nacht.

Goldene Wolke und Zeit. In einsamer Kammer
Ladst du ofter den Toten zu Gast,
Wandelst in trautem Gesprach unter Ulmen den grunen Flub hinab.

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An einen Fruhverstorbenen - GEORG TRAKL