Українська та зарубіжна поезія

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Vorzug des Herbstes

Die Sonne mit Wonne den Tagewachs mindert,
Der Renner, der Brenner sein Strahlenheib lindert,
Die Felder die Walderlust nimmer verhindert.
Die Traube, die reift,
Der Winzer, der pfeift,
Zum Jagen man greift.
Man fallet, man stellet den Vogeln der Lufte,
Man jaget und plaget die Burger der Klufte,
Das helle Gebelle durchschrecket die Grufte.
Der Waldner, der eilt,
Sich nimmer verweilt,
Rotschwarzes Wild pfeilt.
Da leben und schweben in Freuden die Gotter,
In Sausen und Brausen die falbigen Blatter,
Sie spielen, sich kuhlen in laulichem Wetter.
Der Monde, der wacht,
Die Freude belacht
Bis mitten zur Nacht.

Hellglanzendes Silber, mit welchem sich gatten
Der astigen Linden weitstreifende Schatten,
Deine sanftkuhlend-beruhige Lust
Ist jedem bewusst.

Wie sollten kunstahmende Pinsel bemalen
Die Blatter, die schirmen vor brennenden Strahlen?
Keiner der Stamme, so grunlich beziert,
Die Ordnung verfuhrt.

Es lisplen und wisplen die schlupfrigen Brunnen,
Von ihnen ist diese Begrunung gerunnen.
Sie schauren, betrauren und furchten bereit
Die schneiichte Zeit.

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Vorzug des Herbstes - JOHANN KLAJ