Українська та зарубіжна поезія

Вірші на українській мові



Schafers Klage

Wie wird mir nun geschehen,
Da ich dich lassen mub,
Und dich nicht mehr soll sehen?
Ach, bittrer Scheidegrub!
Du reibest dich von mir,
O Hirtin, meine Zier!
Ich mocht’ in Angst vergehen –
Der Tod mich trennt von dir!

Ihr Graslein, helft mir klagen,
Ihr Waslein allzumal,
Die ihr sie oft getragen
Hier in dem Pegnitzthal.
Ihr seht mich jetzt allein
Und traurig treten ein.
Mich dunkt, ich hor’ euch fragen:
Wo mag die Seine sein?

Wie wird mir doch geschehen,
Wenn ich sie nimmer werd’,
Wo ich sie sahe, sehen
Spaziren um die Heerd’?
Wenn sie nicht mehr im Gras
Wird sitzen, wo sie sab?
Vor Leid werd’ ich vergehen,
Von Weinen werden nab.

Der Bach, von meinen Zahren
Vermehrt und trub’ gemacht,
Wird auch mein Weinen mehren,
Und was ich vorgebracht,
Den bittern Scheidegrub,
Wird er in schnellem Schub
Nachlispelnd lassen horen
Und tragen in den Flub.

Ihr, die ihr sonst gesprungen,
Wenn meine Margaris
Zur Tafel euch gesungen,
Das Grasmahl machte sub,
Es wird euch keine Weid’
Wohl schmecken mehr vor Leid.
Wo Lieder sonst erklungen,
Wird heulen Traurigkeit.

Ach, mir wird weh’ geschehen.
Fahr’ hin, verwich’ne Freud’!
Komm an, mich blab zu sehen!
Du kommst, du schwarzes Leid!
Willkommen, Angst und Pein!
Ich mag nicht frohlich sein.
Mein Licht mubt’ untergehen,
Drum, Nacht, brich du herein!


Schafers Klage - SIGISMUND VON BIRKEN