Українська та зарубіжна поезія

Вірші на українській мові



Champagnertropfen

Fruhlingsnachtige Stunden…
Machtig schwillt die Luft,
Rings quillt aus kuhlem Garten
Der Erde suber Duft.

In aufgebrochenen Schollen
Gestaltet sich’s bunt und reich,
Durch’s offene Fenster rankt sich
Keimendes Rebengezweig.

Ueber die Borde drangt sich
Das Wasser jach enteist,
Und aus dem Walde quillt es
Wie Maienglockengeist.

Schwarz uber uns flattern die Wolken
Wie Banner in heiber Schlacht,
Als jagten fluchtige Reiter
Wund durch die dunkle Nacht.

Die Lufte brausen und machtig
Sausen sie hinterdrein,
So sturmen siegjubelnde Reiter
In fluchtzerrissene Reih’n.

Fruhlingsnachtiges Drangen!
Kusse mich, Sturmesmund…
Kusse die lodernde Stirne
Und kusse mich gesund!

Sieh’, zischend sturzt der Champagner
Mir in das blanke Glas…
Dir bring’ ich mit jubelndem Munde
Das spruhende blitzende Nab.

Nicht in der staubigen Flasche
Vermodern mag solch ein Wein, …
In die Adern des Fruhlings verlodern,
In die Sturme will er hinein.

Leuchtend in den Luften
Zerspruht die gold’ne Fluth…
Nun mische dich, Sonnenfeuer,
Mit des Fruhlings Rosenblut.

Sei kostlicher Samen dem Boden,
Dab, wo ein Tropfen fliebt,
Bald duftend und flammenlockig
Eine Rose leuchtend entspriebt…

Ein uppiger Bluthenschleier
Hinflute uber das Land,
Wie ein von Gott gewobnes
Strahlendes Gewand.

Und wenn sich zwei begegnen
In solchem Blumenhain,
Dann ziehe klingend die Liebe
In ihre Herzen hinein.

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Champagnertropfen - JULIUS HART