Українська та зарубіжна поезія

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Der Kaiser von China spricht

In der Mitte aller Dinge
Wohne Ich, der Sohn des Himmels.
Meine Frauen, meine Baume,
Meine Tiere, meine Teiche
Schliebt die erste Mauer ein.
Drunten liegen meine Ahnen:
Aufgebahrt mit ihren Waffen,
Ihre Kronen auf den Hauptern,
Wie es einem jeden ziemt,
Wohnen sie in den Gewolben.
Bis ins Herz der Welt hinunter
Drohnt das Schreiten meiner Hoheit.
Stumm von meinen Rasenbanken,
Grunen Schemeln meiner Fube,
Gehen gleichgeteilte Strome
Osten-, west – und sud – und nordwarts,
Meinen Garten zu bewassern,
Der die weite Erde ist.
Spiegeln hier die dunkeln Augen.
Bunten Schwingen meiner Tiere,
Spiegeln drauben bunte Stadte,
Dunkle Mauern, dichte Walder
Und Gesichter vieler Volker.
Meine Edlen, wie die Sterne,
Wohnen rings um mich, sie haben
Namen, die ich ihnen gab,
Namen nach der einen Stunde.
Da mir einer naher kam,
Frauen, die ich ihnen schenkte,
Und den Scharen ihrer Kinder;
Allen Edlen dieser Erde
Schuf ich Augen, Wuchs und Lippen.
Wie der Gartner an den Blumen.
Aber zwischen aubern Mauern
Wohnen Volker meine Krieger,
Volker meine Ackerbauer.
Neue Mauern und dann wieder
Jene unterworfnen Volker,
Volker immer dumpfern Blutes,
Bis ans Meer, die letzte Mauer,
Die mein Reich und mich umgibt.

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Der Kaiser von China spricht - HUGO VON HOFMANNSTHAL