Українська та зарубіжна поезія

Вірші на українській мові



Fluch diesem Leibe

Fluch diesem Leibe,
Dem unersattlich lusternen,
Mit seinen Banden
Schnurt er die Seele ein
Und reibt in den Koth
Die Sonnendurstige.
Aus allen Poren
Schrei ich nach Freiheit,
In alle Himmel mocht’ ich mich recken, –
Aber erbarmungslos
Prebt mich das Elend
Meiner Sinne
Zuruck in die Dienstbarkeit.
O Hunger
Nach dem Ewigen –
O Hunger!
Wann kommt die Stunde,
Wo ich Alles vergessen,
Alles hinschleudern darf
Und nur dich, einzig dich
Zu stillen vermag?
Weh, wenn die Flamme,
Die in mir lodert,
Mich brennend verzehrte,
Und nicht emporschlug’
Wetterleuchtend,
Herzenentzundend.
Fort, fort, ihr Bilder
Lockender Luste!
Ich will keinen Platz
Am Mahle der Lebenden,
Wo, im glitzernden Licht,
Schwarzaugiger Frauen
Heibe, lodernde Blicke
Die Seele versengen.
Ich lausche den Todten
Und horche, was sie verkunden,
Und ich suche die Ungebornen,
Dab ich wisse,
Was war und was sein wird.
Einsam, einsam
Will ich wandeln und ziehen,
Ob fiebernde Brunst auch
Die Adern emporschwellt, –
Doch eines vergonn’ mir,
Allwaltende Weltmacht,
Jedes Wort, das ich schmiede,
Es werde zum Glied,
Das die Menschheit verkettet,
Jedes Lied, das ich singe,
Wie Thau lab es fallen
Auf die Herzen der Armen,
Der Sunder und Buhlen –
Dann finde ich Frieden.


Fluch diesem Leibe - HEINRICH HART