Українська та зарубіжна поезія

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An Koln

O Koln, du grobe Freudenstadt,

Was sag ich noch zu deinem Ruhme?

Wie du gebluht im grauen Altertume,

So bluhst du noch – die schonste Blume,

Die je gebluhet hat!

Dich preis ich, Konigin, allein!

Der hohe Dom ist deine Krone!

Ha! wie es rauscht an deinem Uferthrone!

Die Volker bringt dir, jeder Zone,

Der rebengrune Rhein.

Frohlockend grubt dich ihr Gesang;

Und rascher schlagt den Schaum der Wellen

Der Schiffer, wenn in Tonen, wunderhellen,

Herab von Kirchen und Kapellen

Erklingt der Glocken Klang;

Wenn in der Abendsonne Strahl

Die buntbemalten Fenster spruhen,

Wenn rings die alten Gotenbogen gluhen

Wie Laubgewinde, die erbluhen

Mit Rosen ohne Zahl.

Still schreit ich durch das graue Tor,

Dran hoch hinauf die Linden ragen;

Und prachtig steigt der Glanz aus fernen Tagen,

Der ganze Zauber deiner Sagen

Vor meinem Geist empor!

Hier ist’s, wo Agrippinens Haar

Sich lockig um die Schlafen druckte,

Wo Karl Martell vom Kapitole blickte

Und wo das Schwert, das blut’ge, zuckte

Durch der Normannen Schar!

Hier rief zu deiner Burger Krieg

Das Horn in schauerlichen Klangen;

Hier sah man Panzer gegen Panzer drangen

Und deinen Overstolzen sprengen

Zum Tode und zum Sieg!

Hier schuf der Maler rust’ge Hand

Ein Heer von schimmernden Gestalten;

Und dort sah man um Mitternacht den alten

Albertus Magnus Wache halten

Ob staub’gem Foliant!

Das war vordem! Auf ihr Gebein

Ist langst der Grabesstein gesunken.

Dein Banner weht daran; und freudetrunken

Sah ich ergluhn eilf goldne Funken

Und dreier Kronen Schein!

So hat es einst auf langer Fahrt

Gewallt von deiner Hansa Masten,

Wenn Sturme wild die weiben Segel fabten

Und drauf in Golfen kam zu rasten

Die Flotte, bunt geschart.

Es sah die Welt zu ew’gem Ruhm

Stets deine Burger es geleiten;

Drum, wie die Jahre wild verheerend schreiten,

Du stehest da, zu allen Zeiten

Ein schones Heiligtum:

Wo Freiheit noch die Herzen schwellt

Und kuhne Manner noch zu schauen;

Wo noch im Glanz von Augen, schwarz und blauen,

Die Schar der minniglichen Frauen

An echter Treue halt!

Ich singe noch; da lischt im Strom

Das Abendgluhn. Um die verwehten

Kirchturme schon die dunklen Schatten treten;

Ich eile, eh es Nacht, zu beten

In deinem hohen Dom!

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An Koln - GEORG WEERTH