Українська та зарубіжна поезія

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An Cidli

Unerforschter, als sonst etwas den Forscher tauscht,
Ist ein Herz, das die Lieb’ empfand,
Sie, die wirklicher Werth, nicht der vergangliche
Unsers dichtenden Traums gebahr,
Jene trunkene Lust, wenn die erweinete,
Fast zu selige Stunde komt,
Die dem Liebenden sagt, dab er geliebet wird!
Und zwo bessere Seelen nun
Ganz, das erstemal ganz, fuhlen, wie sehr sie sind!
Und wie glucklich! wie ahnlich sich!
Ach, wie glucklich dadurch! Wer der Geliebten spricht
Diese Liebe mit Worten aus?
Wer mit Thranen? und wer mit dem verweilenden
Vollen Blick, und der Seele drin?
Selbst das Trauren ist sub, das sie verkundete,
Eh die selige Stunde kam!
Wenn dieb Trauren umsonst Eine verkundete;
O dann wahlte die Seele falsch,
Und doch wurdig! Das webt keiner der Denker auf,
Was vor Irren sie damals ging!
Selbst der kennt sie nicht ganz, welcher sie wandelte,
Und verspaht sich nur weniger.
Leise redets darin: Weil du es wurdig warst,
Dab du liebtest, so lehrten wir
Dich die Liebe. Du kennst alle Verwandlungen
Ihres machtigen Zauberstabs!
Ahm den Weisen nun nach: Handle! die Wissenschaft,
Sie nur, machte nie Gluckliche!
Ich gehorche. Das Thal, (Eden nur schattete,
Wie es schattet,) der Lenz im Thal
Weilt dich! Lufte, wie die, welche die Himlischen
Sanft umathmen, umathmen dich!
Rosen knospen dir auf, dab sie mit subem Duft
Dich umstromen! dort schlummerst du!
Wach, ich werfe sie dir leis’ in die Locken hin,
Wach vom Thaue der Rosen auf.
Und (noch bebt mir mein Herz, lange daran verwohnt,)
Und o wache mir lachelnd auf!

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An Cidli - FRIEDRICH GOTTLIEB KLOPSTOCK