Українська та зарубіжна поезія

Вірші на українській мові


Abschied und Ruckkehr

I. Vorbei, vorbei, auf feuchter Spur
irrt trostlos nun mein Blick ins Weite.
Vorbei, vorbei, die Mowe nur
gibt mir ein trauriges Geleite.

Nun kehrt auch sie; fernab, fernab
ist langst mein Vaterland geblieben.
Aus meiner Heimat, wo mein Grab
ich schon gewahlt, bin ich vertrieben.

Als gestern ich im Abschiedszorn
voll Schmerz den Lindenzweig geruttelt,
als ich den Rebhahn hort’ im Korn,
es hat ein Fieber mich geschuttelt.

Es wogt mein Schiff, es sinkt und hebt,
ein Sturmlied singen die Matrosen.
Es wogt mein Herz, es ringt und bebt,
es schlagt der Sturm den Heimatlosen.

II. Aus Wogen taucht ein blasser Strand,
es schimmert fern durch meine Tranen
des Vaterlandes Kustenrand,
erschopft mub ich am Maste lehnen.

Der Flieder bluht, die Schwalbe zieht,
und auf den Dachern schwatzen Stare,
der Orgeldreher dreht sein Lied,
ein linder Wind kubt mir die Haare.

Die Madchen lachen Arm in Arm,
Soldaten stehen vor der Wache,
und aus der Schule bricht ein Schwarm,
der lustig larmt in meiner Sprache.

Es schreit mein Herz, es jauchzt und bebt
der alten Heimat heib entgegen.
Und was als Kind ich je durchlebt,
klingt wieder mir auf allen Wegen.

Abschied und Ruckkehr - DETLEF VON LILIENCRON