Lieder eines Sunders. 14. Heimkehr - HERMANN CONRADI

Du warst so brav, da ich dich einst verlassen, –
Da ich die Heimat mied.
Heut’ kehr’ ich heim. . . der Sturm durchgellt die Gassen,
Jauchzt sein Rebellenlied. . .

Doch durch das Windgeheul drцhnt mir entgegen
Ein rьdes Zechgebrьll. . .
Ich geh’ ihm nach auf den verschneiten Wegen
Und lausche still. . .

Da plцtzlich stцЯt sich siedendheiЯ zum Herzen
Mein stьrmisch Blut. . .
Ich sehe dich. . . im Blutlicht flackernder Kerzen
Inmitten Bubenbrut. . .

Maria, du? . . . Zurьck nun, Heimatskehrer!
Was zцgerst du?
Die Welt, die weite Welt ist nirgends leerer –
Schreit’ zu – schreit’ zu! . . .

Lieder eines Sunders. 14. Heimkehr